Prävalenz Spielsucht

Im Auftrag der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) und der interkantonalen Lotterie- und Wettkommission (Comlot) hat das Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF) Daten zum Glücksspielverhalten für das Jahr 2017 in der Schweiz ausgewertet und mit Daten aus den Jahren 2007 und 2012 verglichen. Die der Studie des ISGF zugrundeliegenden Daten stammen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS).

 

Zusammenfassung

Jahresprävalenz Glücksspielsucht 2017

  N   %
Niemals im Leben gespielt  1'969'100   31.0
Risikoarmes Glücksspiel (kein Item) 4'194'300   66.0
Risikoreiches Glücksspiel (1 oder 2 Item) 177'500   2.8
Pathologisches Glücksspiel (3 oder 4 Item) 14'700   0.2

Folgende Studien beschäftigen sich ebenfalls mit der Prävalenz von Glücksspielsucht in der Schweiz:

 

  • Bondolfi, G., Jermann, F., Ferrero F, Zullino, D. & Osiek, Ch. (2008): Prevalence of pathological gambling in Switzerland after the opening of casinos and the introduction of new preventive legislation. Acta Psychiatrica Scandinavica, 117: 236–239.

 

  • Bondolfi, G., Osiek, C. & Ferrero, F. (2002): Pathological gambling: An increasing and underestimated disorder. Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie, 153 (3), 116–122.

 

  • Bondolfi, G., Osiek, C. & Ferrero, F. (2000): Prevalence estimates of pathological gambling in Switzerland. Acta Psychiatrica Scandinavica, 101 (3), 473–475.

 

  • Brodbeck, J.; Dürrenberger, S. & Znoj, H. (2007): Grundlagenstudie Spielsucht:
    Prävalenzen, Nutzung der Glücksspielangebote und deren Einfluss auf die Diagnose des Pathologischen Spielens.
    Schlussbericht 2007. Institut für Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Bern. Im Auftrag der Deutschschweizer Kantone und des Tessins.

 

  • Eichenberger, Y., & Rihs-Middel, M. (2014). Glücksspiel: Verhalten und Problematik in der Schweiz. In: Institut Ferarihs.